Emma und die Bratwurst - Teil 2
Shownotes
Im Gespräch mit Emma erklärt Barbara anschaulich, was zu viel gesättigtes Fett im Körper auslöst: Die Blutgefäße verengen sich mit der Zeit wie ein alter, verkalkter Gartenschlauch – das erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die gute Nachricht: Niemand muss auf Genuss verzichten. Es geht nicht um Verbote, sondern um kleine, bessere Gewohnheiten.
Barbara zeigt Emma leckere Alternativen zur Bratwurst – von Hähnchenfilet über Fisch bis zu bunten Gemüsespießen – und erklärt, warum frische Kräuter beim Grillen echte Gesundheitshelfer sind. Auch die Frage "Gas- oder Holzkohlegrill?" und das Thema Alkohol beim Grillabend kommen zur Sprache. Am Ende erzählt Emma, wie sie drei Monate später fast sechs Kilo leichter ist – ohne Verzicht, aber mit mehr Gemüse, Fisch und Bewegung. Eine motivierende Folge für alle, die gesünder essen möchten, ohne auf Genuss zu verzichten. Hat dir die Folge gefallen? Dann bewerte den Podcast und teile ihn mit Freunden und Familie. Für mehr Informationen folge mir auf Instagram oder besuche meine Website.
Transkript anzeigen
Barbara Müller: Beim Grillen entscheidet nicht die Bratwurst über die Gesundheit, sondern was daneben auf dem Teller liegt. Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen. Ich freu mich riesig, dass dieser Podcast inzwischen weltweit gehört wird. Ganz egal, wo du gerade bist, herzlich willkommen und danke, dass ich dich ein Stück auf deinem Weg zu mehr Gesundheit begleiten darf.
Barbara Müller Ich bin Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG. Und bevor wir heute mit Emma an den Grill gehen, mache ich mit euch ein kleines Fettquiz. Ich verspreche euch, die meisten werden daneben liegen. Was glaubt ihr? Eine Portion Milchreis, ein Stück Käsekuchen, eine Tafel Vollmilchschokolade oder ein Löffel Sauce Béarnaise.: Barbara Müller: Was enthält wohl am meisten Fett? Was denkt ihr? Barbara Müller: Ich löse es auf. Eine Portion Milchreis bringt circa zwanzig Gramm Fett mit. Ein Stück Käsekuchen so etwa fünfzehn Gramm. Eine Tafel Vollmilchschokolade zweiunddreißig Gramm. Aber der Spitzenreiter ist Sauce Béarnaise. Ein Saucenlöffel hat ungefähr vierunddreißig Gramm Fett. Verstecktes Fett. Viele denken sofort immer an die Bratwurst.
Barbara Müller Die Bratwurst hat ungefähr zweiunddreißig Gramm, je nach Größe. Das Fett versteckt sich häufig in Lebensmitteln, die wir so gar nicht auf dem Schirm haben. Aber eine gute Nachricht für euch Nicht Fett allein macht ein Lebensmittel gesund oder ungesund.: Entscheidend sind die Qualität, die Menge und wie häufig wir es essen. Barbara Müller: Und genau darüber sprechen Emma und ich heute. Barbara Müller: Emma und ihre Bratwurst. Erinnert ihr euch noch an Emma? Emma ist 67 Jahre jung. Sie liebt ihren Schrebergarten und ihre Kräuter. Den Schrebergarten, den nennt sie Oase. Und sie liebt Grillabende mit ihren Freundinnen. Als sie mir erzählte, dass fast jeden Tag eine Bratwurst auf ihrem Teller landet, da musste ich doch mal lächeln.
Barbara Müller Nicht weil Bratwurst verboten wäre, sondern weil unser Körper Gewohnheiten liebt. Und genau diese Gewohnheiten entscheiden oft über unsere Gesundheit.: Barbara Müller: Was passiert eigentlich im Körper, wenn ich viel Fett esse? Ich nehme ein Blatt Papier. "Emma, stell dir deine Blutgefäße wie einen neuen Gartenschlauch vor. Ganz schön glatt, so wie das Papier. Das Blut fließt problemlos hindurch." Die Emma nickt. "Wenn wir über viele Jahre regelmäßig viele gesättigte Fettsäuren aufnehmen, zum Beispiel durch häufigen Wurstverzehr, also deine Bratwurst, kann das LDL-Cholesterin ansteigen."
Barbara Müller "Ja, Barbara, warum ist das denn ein Problem, dieses LDL?", fragt die Emma. "LDL transportiert Cholesterin durch den Körper und durch ein hohes LDL kommt es zu Entzündungen an den: Gefäßwänden und dort wird Plaque abgelagert. Mit der Zeit werden die Gefäße enger. Ja, und das erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt und für einen Schlaganfall." Barbara Müller: Emma schaut mich jetzt nachdenklich an. "Also Barbara, mein Gartenschlauch würde irgendwann kaum noch Wasser durchlassen." "Ganz genau, Emma." Emma schaut mich ganz erschrocken an. "Ja und Barbara, jetzt sag bitte nicht, dass ich nie wieder grillen darf." Jetzt muss ich lachen. "Nein, Emma. Gesunde Ernährung kennt keine Verbote, aber sie kennt bessere Gewohnheiten."
Barbara Müller Emma atmet erst mal erleichtert auf. "Dann darf meine Bratwurst bleiben?" "Ja, klar, natürlich. Aber Emma, sie muss nicht bei jedem Grillabend die Hauptrolle spielen." Jetzt grinst die Emma. "Dann: geht meine Bratwurst wohl in Altersteilzeit." Jetzt fangen wir beide an zu lachen. Barbara Müller: Ja, was kommt denn jetzt stattdessen auf den Grill? Emma schaut mich neugierig an. "Ja, Barbara, was grille ich denn, wenn ich keine Bratwurst grille?" Emma, da gibt's so viele Möglichkeiten. Zum Beispiel ein zartes Hähnchenfilet, ein kleines Rindersteak, Lachs, Forelle, Fisch ist was ganz Tolles zum Grillen.
Barbara Müller Gemüsespieße mit Paprika, Zucchini, Champignons oder ein Grillkäse. Dazu einen frischen Kräuterquark, einen schönen Salat, gegrillte Paprika, Zucchini oder Maiskolben. Und Emma, ganz viele frische Kräuter. Damit kannst du eine tolle Marinade machen. "Ja, Barbara, das klingt ja eigentlich viel bunter als meine Bratwurst.": Barbara Müller: Genau. Und genau das macht gesunde Ernährung so lecker. Warum Kräuter beim Grillen echte Gesundheitshelfer sind. Ja, Emma, Rosmarin, Thymian, Oregano, Knoblauch enthalten viele antioxidative Pflanzenstoffe. Studien zeigen, dass Kräutermarinaden die Bildung unerwünschter Stoffe beim Grillen reduzieren können. Barbara Müller: "Jetzt staunt aber die Emma. Dann schützen meine Kräuter mich." Ja, und Emma, die geben noch einen guten Geschmack. Und was ganz wichtig ist, Emma: Wenn du viele Kräuter verwendest, brauchst du deutlich weniger Salz. "Barbara, jetzt habe ich doch noch eine Frage: Was ist eigentlich besser? Ein Gasgrill oder ein Holzkohlegrill?
Barbara Müller Barbara, was ist denn gesünder?" Ja, Emma, ich lächle. Ich liebe auch den Duft von: Holzkohle. Aber gesundheitlich hat der Gasgrill viele Vorteile. Die Temperatur lässt sich besser steuern, es entsteht weniger Rauch und wenn Fett nicht in die Flammen tropft, bilden sich auch weniger gesundheitlich ungünstige Stoffe. Barbara Müller: Ganz egal, Emma, welcher Grill, stark verkohlte Stellen solltest du immer abschneiden. Ach, Emma, lacht Barbara, da bin ich ja schon beruhigter. Aber ich hab noch eine Frage. Barbara, du weißt, ich trink so gerne Apfelwein. Wie sieht's denn mit meinem Apfelwein aus?
Barbara Müller Emma, ein kleines Glas gelegentlich ist überhaupt kein Problem. Aber denk immer dran, Alkohol liefert viele Kalorien und Alkohol macht auch hungriger.: Ja, Emma grinst. Jetzt weiß ich endlich, warum nach dem ersten Glas plötzlich noch Platz für eine zweite Bratwurst war. Ja, genau. Da hast du recht, Emma Barbara Müller: Ja, und jetzt, drei Monate später. Emma kommt herein. Ah, mit einem riesigen Lavendelstrauß. „Barbara, der ist für dich." „Och, Emma, wie lieb. Aber warum, Emma?" Sie strahlt. „Weil ich fast sechs Kilo leichter bin. Und weißt du, was das Schönste ist?" Da sagt: „Nein, Emma. Erzähl." „Ich grille immer noch. Aber heute gibt es viel Gemüse.
Barbara Müller Es gibt Fisch und es gibt Hähnchen." „Ja und Emma, was ist mit deiner Bratwurst?" Jetzt lacht Emma. „Die hat ihre Altersteilzeit gut: angenommen." Barbara Müller: So, und jetzt ein kleiner Mutmacher von Barbara. Alle, die mir zuhören: Emma hat nicht abgenommen, weil ich ihr etwas verboten habe. Sie hat ihre Gewohnheiten verändert. Nicht perfekt, nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. Mehr Gemüse, mehr Kräuter, mehr Bewegung, mehr Fisch, mageres Fleisch, mehr Genuss.
Barbara Müller Gesundheit entsteht nicht durch Verzicht. Sie wächst mit jedem guten Essen, jedem Spaziergang und jedem kleinen Schritt, den wir heute beginnen. Ich bin eure Barbara Müller. Danke, dass ihr wieder dabei wart. Passt gut auf euch: auf. Nicht, weil du musst, sondern weil du es dir wert bist. Als kleine Überraschung findet ihr auf meiner Webseite diabetes-adipositas-einfach-erklärt Barbara Müller: mit A E, Punkt de. Ihr könnt ein kleines Fettquiz herunterladen. Ich wünsche euch da ganz viel Spaß dabei. Und des Weiteren, heute gibt es mehrere Überraschungen, habe ich euch noch meine Kräuter-Grill-Marinade auf meine Webseite gestellt. Die schmeckt ganz, ganz köstlich. Bis zum nächsten Mal, eure Barbara. Barbara Müller: Wenn ihr mich unterstützen wollt, bewertet bitte den Podcast und empfehlt ihn weiter. Alles Liebe. Tschüss.
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