Eier und Cholesterin: Sagen und Mythen
Shownotes
Uschi hat 180 Hühner, erhöhte Blutfette und eine große Frage: Sind Eier wirklich schlecht für das Cholesterin? Barbara erklärt humorvoll LDL und HDL, zeigt einen leichten Rüblikuchen und verrät, wie man drei Kuchen bei Schwiegermutter Käthe überlebt.
In dieser Episode • Eier und Cholesterin • LDL und HDL erklärt • familiäre Hypercholesterinämie • Hühnerhaltung und Bio-Eier • Pflanzenöl vs Butter • Rezept Rüblikuchen • • Ernährung an Feiertagen • Bewegung und Blutfette Hat dir die Folge gefallen? Dann bewerte den Podcast und teile ihn mit Freunden und Familie. Für mehr Informationen folge mir auf Instagram oder besuche meine Website.
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Barbara Müller: Nicht das Ei entscheidet über unsere Blutfette, sondern unser gesamter Lebensstil Der Osterhase darf Süßes bringen, aber der Stoffwechsel mag Maß und Bewegung. Hallo ihr Lieben hier ist wieder eure Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG und heute mit ganz vielen Eiern im Gepäck. Und heute beginnen wir unseren Podcast nicht in der Praxis, nicht in einem Schulungsraum, sondern auf einem Hühnerhof.
Genauer gesagt bei Uschi. Uschi besitzt ungefähr 180 Hühner. So ganz genau weiß sie das nicht. Denn manchmal holt sich der Fuchs eins und manchmal auch gleich zwei. Der hat vermutlich auch einen Osterbransch mit seiner Fuchsfamilie geplant. Und ich: glaube, dieses Jahr hat sogar der Osterhase ein Problem. Denn als er bei Uschi vorbeikommt, bleibt er plötzlich stehen, schaut über den Zaun und denkt sich, Moment mal, wenn hier 180 Hühner wohnen was genau ist denn dann eigentlich noch meine Aufgabe? Uschi winkt ihm zu und sagt, du kannst ruhig bleiben, Hase. Eier haben wir genug, aber vielleicht kannst du stattdessen ein bisschen weniger Schokoladeneier mir ins Nest legen.
Und genau darüber sprechen wir heute. Eier und Cholesterin, Hühnerhaltung und Bio-Eier, aber auch über Rüpplikuchen mit Pflanzenöl. Und ein kleiner Eierlikör für die Lebensqualität. Und die wichtigste Frage vor Ostern. Wie überlebt man drei: Kugeln bei Schwiegermutter Käthe? Uschis Problem. Uschi verkauft die Eier im Hofladen. Sie arbeitet viel draußen, ist leicht übergewichtig, aber körperlich sehr aktiv. Jetzt hat ihr Arzt gesagt, die Blutfette sind erhöht. Uschi sagt zu mir, Barbara, ich habe 180 Hühner. Darf ich denn noch Eier essen? Jetzt kommt kurz die Wissenschaft.
Cholesterin, einfach erklärt von Barbara. Cholesterin ist ein ganz wichtiger Stoff im Körper. Er wird gebraucht für die Zellmembran, für die Hormonbildung, für die Vitamin-D-Produktion. Der größte Teil vom Cholesterin entsteht in der Leber. Wir nehmen nur einen kleineren Teil über die Nahrung auf. Jetzt kommen wir zu dem: LDL, zu dem HDL, das gute und das schlechte Cholesterin. Im Blut wird Cholesterin vom Transportproteinen getragen. Die wichtigsten sind LDL, Low Density Lipoprotein, transportiert Cholesterin von der Leber zu den Zellen. Wenn zu viel LDL im Blut ist, kann sich Cholesterin in den Gefäßen ablagern. Das erhöht dann langfristig das Risiko für die Arteriosklerose, für den Herzinfarkt und für den Schlaganfall. Deshalb nennt man auch LDL oft das schlechte Cholesterin.
HDL – High Density Lipoprotein HDL – High HDL macht das Gegenteil. Es transportiert Cholesterin aus den Gefäßen zurück zur Leber. Dort kann es abgebaut werden. Deshalb nennt man: HDL das gute Cholesterin. Uschi fragt sind Eier wirklich so schlecht? Kurz erklärt, ein Ei enthält etwa 180 bis 200 Milligramm Cholesterin. Heute wissen wir, für die meisten Menschen sind einige Eier pro Woche völlig in Ordnung. Entscheidend ist eher, Die gesättigten Fette in der Nahrung oder das Übergewicht oder der Bewegungsmangel. Jetzt atmet Uschi auf. Gut, da bin ich froh Sonst müsste ich meinen Hühnern erklären, dass sie umsonst arbeiten.
Jetzt muss ich mal lachen. Eine ganz wichtige Frage, die mich beschäftigt. Bio-Eier oder Massenhaltung? Uschi verkauft Eier aus Freilandhaltung. Der Unterschied. Bio-Haltung, Freilandhaltung, mehr Platz, Auslauf. Die Hühner sind auf der grünen Wiese und: picken und scharren den ganzen Tag. Das sind wirklich glückliche Hühner. Zusätzlich bekommen sie Bio-Futter. Freilandhaltung bedeutet Zugang nach draußen. Bodenhaltung das ist eine Stallhaltung ohne Auslauf. Viele Verbraucher entscheiden sich heute bewusst für Bio- oder Freilandeie. Und das ist auch gut so. Jetzt erzählt mir Uschi von ihrem Lieblingskuchen. Uschi liebt Trüppelkuchen. Den mag sie sehr gerne, will ihn auch zu Ostern backen Ich frage, Uschi, mit welchem Fett backst du denn den Kuchen? Mit Butter? Uschi sagt, natürlich Barbara, mit guter Butter. Und ich sage, wir backen ab jetzt mit Öl. Warum das denn, fragt Uschi, mit Pflanzenöl backen geht das überhaupt? Ich erkläre es ihr und auch euch.
Das funktioniert sehr gut. Es gibt auch sehr,: sehr viele Rezepte wo mit Öl gebacken wird. Denn Butter enthält gesättigte Fettsäuren, erhöht das Cholesterin. Pflanzenöle enthalten kein Cholesterin, denn Cholesterin kommt nur in tierischen Produkten vor. Viele Pflanzenöle enthalten zudem einfach ungesättigte Fettsäuren die günstig für den Fettstoffwechsel sind. Ich gebe Uschi ein schönes Rezept mit, wo sie mit Öl backen kann. Der Kuchen wird saftig schlocke, hat viele Ballaststoffe und erhöht auch kaum den Blutzucker. Und ist perfekt für den Osterbrunch oder den Osterkaffee. Das Rezept findet ihr auf meiner Webseite. Ihr könnt es herunterladen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Backen und beim Genießen.
Jetzt kommt der Eierlikör. Uschi sagt, Barbara, zu: Ostern brauche ich auch ein kleines Gläschen Eierlikör. Uschi, das ist gut so. Das gehört zur Lebensqualität. Jetzt kommt aber noch der Knaller, der Besuch bei der Schwiegermutter Käthe. Es ist eine echte Herausforderung für Uschi. Uschi fährt zur Schwiegermutter Käthe. Käthe backt jedes Jahr zu Ostern drei Kuchen. Ist dann total sauer wenn man nicht alle drei probiert. Dieses Jahr backt sie Käsesahnetorte, einen Mohn-Osterzopf und einen Frankfurter Kranz. Ich meine heute nicht Bauchfett, sondern den Kuchen den richtigen Frankfurter Kranz.
Eine Kuchenspezialität mit Buttercreme und Krokant. Er ist sehr,: sehr lecker. Uschi sagt, Barbara, wie überlebe ich das Ganze? Eine kleine Osterernährungsberatung. Meine Tipps. Nicht hungrig hingehen. Einen Lieblingskuchen auswählen oder drei dünne Stücke Der Kete erklären, der Arzt hat es so verordnet. Kleine Portionen, langsam essen und danach vielleicht einen Spaziergang mit Kete. Denn Bewegung verbessert das HDL und senkt langfristig das LDL. Uschi entscheidet sich für ein kleines Stück Käsesahnetorte. Sie lobt sie sehr und Kete ist ganz glücklich. Am Ende des Tages steht Uschi wieder auf ihrem Hof, zwischen ihren 180 Hühnern.
Die Hühner gackern, die Sonne geht langsam unter und irgendwo hoppelt: der Osterhase über den Hof. Der schaut sich die Hühner an. Dann die Eierkörbe im Hofladen und sagt ganz leise, Uschi, ich glaube, ich werde arbeitslos. Uschi lacht und sagt, keine Sorge Hase, du kannst weiter die Schokoladeneier bringen, aber dieses Jahr vielleicht ein bisschen weniger Ich bin eure Barbara Müller und ich sage, Genuss gehört zum Leben, aber Wissen hilft, gesund zu genießen. Bleibt neugierig bleibt gesund und lasst euch die Ostereier schmecken. Alles Liebe, Barbara.
Nicht das Ei entscheidet über unsere Blutfette, sondern unser gesamter Lebensstil Der Osterhase darf Süßes bringen, aber: der Stoffwechsel mag Maß und Bewegung. Hallo ihr Lieben hier ist wieder eure Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG und heute mit ganz vielen Eiern im Gepäck. Und heute beginnen wir unseren Podcast nicht in der Praxis, nicht in einem Schulungsraum, sondern auf einem Hühnerhof. Genauer gesagt bei Uschi. Uschi besitzt ungefähr 180 Hühner. So ganz genau weiß sie das nicht. Denn manchmal holt sich der Fuchs eins und manchmal auch gleich zwei. Der hat vermutlich auch einen Osterbransch mit seiner Fuchsfamilie geplant. Und ich glaube, dieses Jahr hat sogar der Osterhase ein Problem.
Denn als er bei Uschi vorbeikommt, bleibt er plötzlich stehen, schaut über den Zaun und denkt sich, Moment mal, wenn hier: 180 Hühner wohnen was genau ist denn dann eigentlich noch meine Aufgabe? Uschi winkt ihm zu und sagt, du kannst ruhig bleiben, Hase. Eier haben wir genug, aber vielleicht kannst du stattdessen ein bisschen weniger Schokoladeneier mir ins Nest legen. Und genau darüber sprechen wir heute. Eier und Cholesterin, Hühnerhaltung und Bio-Eier, aber auch über Rüpplikuchen mit Pflanzenöl. Und ein kleiner Eierlikör für die Lebensqualität. Und die wichtigste Frage vor Ostern. Wie überlebt man drei Kugeln bei Schwiegermutter Käthe?
Uschis Problem. Uschi verkauft die Eier im Hofladen. Sie arbeitet viel draußen, ist leicht übergewichtig,: aber körperlich sehr aktiv. Jetzt hat ihr Arzt gesagt, die Blutfette sind erhöht. Uschi sagt zu mir, Barbara, ich habe 180 Hühner. Darf ich denn noch Eier essen? Jetzt kommt kurz die Wissenschaft. Cholesterin, einfach erklärt von Barbara. Cholesterin ist ein ganz wichtiger Stoff im Körper. Er wird gebraucht für die Zellmembran, für die Hormonbildung, für die Vitamin-D-Produktion. Der größte Teil vom Cholesterin entsteht in der Leber. Wir nehmen nur einen kleineren Teil über die Nahrung auf. Jetzt kommen wir zu dem LDL, zu dem HDL, das gute und das schlechte Cholesterin.
Im Blut wird Cholesterin vom Transportproteinen getragen. Die wichtigsten sind LDL, Low Density: Lipoprotein, transportiert Cholesterin von der Leber zu den Zellen. Wenn zu viel LDL im Blut ist, kann sich Cholesterin in den Gefäßen ablagern. Das erhöht dann langfristig das Risiko für die Arteriosklerose, für den Herzinfarkt und für den Schlaganfall. Deshalb nennt man auch LDL oft das schlechte Cholesterin.
HDL – High Density Lipoprotein HDL – High HDL macht das Gegenteil. Es transportiert Cholesterin aus den Gefäßen zurück zur Leber. Dort kann es abgebaut werden. Deshalb nennt man HDL das gute Cholesterin. Uschi fragt sind Eier wirklich so schlecht? Kurz erklärt, ein Ei enthält etwa 180 bis 200 Milligramm: Cholesterin. Heute wissen wir, für die meisten Menschen sind einige Eier pro Woche völlig in Ordnung. Entscheidend ist eher, Die gesättigten Fette in der Nahrung oder das Übergewicht oder der Bewegungsmangel. Jetzt atmet Uschi auf. Gut, da bin ich froh Sonst müsste ich meinen Hühnern erklären, dass sie umsonst arbeiten. Jetzt muss ich mal lachen. Eine ganz wichtige Frage, die mich beschäftigt. Bio-Eier oder Massenhaltung? Uschi verkauft Eier aus Freilandhaltung. Der Unterschied. Bio-Haltung, Freilandhaltung, mehr Platz, Auslauf. Die Hühner sind auf der grünen Wiese und picken und scharren den ganzen Tag. Das sind wirklich glückliche Hühner.
Zusätzlich bekommen sie Bio-Futter. Freilandhaltung bedeutet Zugang nach draußen. Bodenhaltung das ist eine Stallhaltung ohne: Auslauf. Viele Verbraucher entscheiden sich heute bewusst für Bio- oder Freilandeie. Und das ist auch gut so. Jetzt erzählt mir Uschi von ihrem Lieblingskuchen. Uschi liebt Trüppelkuchen. Den mag sie sehr gerne, will ihn auch zu Ostern backen Ich frage, Uschi, mit welchem Fett backst du denn den Kuchen? Mit Butter? Uschi sagt, natürlich Barbara, mit guter Butter. Und ich sage, wir backen ab jetzt mit Öl. Warum das denn, fragt Uschi, mit Pflanzenöl backen geht das überhaupt? Ich erkläre es ihr und auch euch.
Das funktioniert sehr gut. Es gibt auch sehr, sehr viele Rezepte wo mit Öl gebacken wird. Denn Butter enthält gesättigte Fettsäuren, erhöht das Cholesterin. Pflanzenöle enthalten kein Cholesterin, denn Cholesterin kommt nur: in tierischen Produkten vor. Viele Pflanzenöle enthalten zudem einfach ungesättigte Fettsäuren die günstig für den Fettstoffwechsel sind. Ich gebe Uschi ein schönes Rezept mit, wo sie mit Öl backen kann. Der Kuchen wird saftig schlocke, hat viele Ballaststoffe und erhöht auch kaum den Blutzucker. Und ist perfekt für den Osterbrunch oder den Osterkaffee. Das Rezept findet ihr auf meiner Webseite. Ihr könnt es herunterladen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Backen und beim Genießen.
Jetzt kommt der Eierlikör. Uschi sagt, Barbara, zu Ostern brauche ich auch ein kleines Gläschen Eierlikör. Uschi, das ist gut so. Das gehört zur Lebensqualität. Jetzt kommt aber noch der Knaller, der Besuch bei der Schwiegermutter Käthe.: Es ist eine echte Herausforderung für Uschi. Uschi fährt zur Schwiegermutter Käthe. Käthe backt jedes Jahr zu Ostern drei Kuchen. Ist dann total sauer wenn man nicht alle drei probiert. Dieses Jahr backt sie Käsesahnetorte, einen Mohn-Osterzopf und einen Frankfurter Kranz. Ich meine heute nicht Bauchfett, sondern den Kuchen den richtigen Frankfurter Kranz.
Eine Kuchenspezialität mit Buttercreme und Krokant. Er ist sehr, sehr lecker. Uschi sagt, Barbara, wie überlebe ich das Ganze? Eine kleine Osterernährungsberatung. Meine Tipps. Nicht hungrig hingehen. Einen Lieblingskuchen: auswählen oder drei dünne Stücke Der Kete erklären, der Arzt hat es so verordnet. Kleine Portionen, langsam essen und danach vielleicht einen Spaziergang mit Kete. Denn Bewegung verbessert das HDL und senkt langfristig das LDL. Uschi entscheidet sich für ein kleines Stück Käsesahnetorte. Sie lobt sie sehr und Kete ist ganz glücklich. Am Ende des Tages steht Uschi wieder auf ihrem Hof, zwischen ihren 180 Hühnern.
Die Hühner gackern, die Sonne geht langsam unter und irgendwo hoppelt der Osterhase über den Hof. Der schaut sich die Hühner an. Dann die Eierkörbe im Hofladen und sagt ganz leise, Uschi, ich glaube, ich werde arbeitslos.: Uschi lacht und sagt, keine Sorge Hase, du kannst weiter die Schokoladeneier bringen, aber dieses Jahr vielleicht ein bisschen weniger Ich bin eure Barbara Müller und ich sage, Genuss gehört zum Leben, aber Wissen hilft, gesund zu genießen. Bleibt neugierig bleibt gesund und lasst euch die Ostereier schmecken. Alles Liebe, Barbara.
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