Reise durch die Wursttheke

Shownotes

Barbara Müller nimmt euch mit auf eine unterhaltsame und aufschlussreiche Reise durch die Wursttheke, begleitet von der leidenschaftlichen Fleischer-Fachverkäuferin Margot. Nach der Diagnose einer Fettstoffwechselstörung muss Margot ihre Ernährungsweise überdenken.

Barbara erläutert die Auswirkungen verschiedener Fette auf den Körper und gibt Margot wertvolle Tipps, wie sie gesunde Fette in ihre Ernährung integriert.

Margots humorvolle und neugierige Art bringt interessante Erkenntnisse und praktische Ratschläge, wie Fisch, Nüsse und hochwertiges Fleisch von Biobauern die Blutfettwerte verbessern können.

Zum Abschluss gibt es noch allgemeine Gesundheitstipps für ein herzfreundliches Leben.

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00:00:00: Fett ist nicht böse es kommt nur darauf an, wo es herkommt und wo es hingeht. Hallo ihr Lieben, ich bin Barbara Müller, Diabetesberaterin mit Herz und Geschichten aus dem echten Leben. Heute nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Reise, nämlich an die Wursttheke. Und da steht sie, Margot, 54 Jahre alt, Fleischer-Fachverkäuferin aus Leidenschaft.

00:00:37: Und wie sie selbst sagt, ich bin rundherum glücklich und rund bin ich eben auch. Margot und ihre Theke, eine Liebesgeschichte in Scheiben. Margot liebt ihren Job. Barbara sagt sie, bei mir glänzt nicht nur die Theke. Auch meine Wangen. Und das stimmt. Wenn sie Wurst verkauft, dann funkeln ihre Augen. Sie kennt jede Sorte.

00:01:06: Jeden Bauern, jedes Stück Fleisch. Von der feinen Kalbsleberwurst bis zur Pfeffersalami. Und Margot probiert gerne. Man muss ja wissen, was man so verkauft. Doch seit ein paar Wochen fühlt sie sich schlapp. Die Hosen kneifen. Sie hat wieder zugenommen. Und dann, bei ihrer Hausärztin kam's heraus.

00:01:34: Fettstoffwechselstörung. Ihre Hausärztin meinte, Margot, die Blutwerte sind auf der Überholspur. Und jetzt sitzt sie bei mir in der Beratung. Leicht beleidigt aber doch neugierig. Sie will wissen, was diese Werte bedeuten. Ich habe Margotts Laborbericht vor mir. Gesamtcholesterin 265, Ziel unter 200. LDL 168, Ziel unter 115.

00:02:07: Bei Risikofaktoren noch niedriger. HDL-Cholesterin 44. Das ist das gute Cholesterin. Das sollte über 50 sein. Je höher, desto besser. Und das Triglycerid 290. Ziel unter 150. Margot, das ist keine Wursttheke mehr. Das ist ein Fettfestival Sie muss mal lachen. Ja, Barbara, ich habe halt das Fett im Blut und in der Theke.

00:02:42: Ich habe doppeltes Glück. Margot hat eine familiäre Hyperlipidemie. Alle in der Familie haben schlechte Fettwerte. Ihr Vater hatte schon früh einen Schlaganfall. Fettstoffwechselstörungen können vererbt sein Aber sie werden durch Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht noch verstärkt. Zu viele tierische Fäße, Wurst, Butter, Käse, Sahne und zu wenig Bewegung dann steigen die Blutfette an und das kann auf Dauer die Gefäße verkalken und erhöht dann das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall Wir machen jetzt eine Reise durch Margot's Wursttheke, aber mit einer Ernährungsbrille.

00:03:33: Komm Margot, wir machen die Reise es geht los. Durch deine Theke. Sie lacht und legt los. Also Barbara, links habe ich die feine Leberwurst, daneben die Mettwurst dann kommt die Salami, die Blutwurst die Leone und ganz hinten habe ich den Schinken, roh und gekocht und die Putenwurst. Ich nicke. Okay, jetzt schauen wir mal, wo du öfters stoppen machen darfst Leberwurst, viel Fett, viel Cholesterin.

00:04:10: Margot, besser nur ab und zu. Dann kommt die Salami, die Mettwurst, die ist ganz reich an gesättigten Fettsäuren. Margot, Finger weg. Kochschinken, der ist super. Wenig Fett viel Eiweiß, auch die Putenbrust der Rinder schicken. Top. Margot, Leone nur, wenn sie aus magerem Fleisch isst Gesättigte Fette, die stecken in der Wurst, in der Butter, in der Sahne, erhöhen das LDL, also das schlechte Cholesterin.

00:04:44: Ungesättigte Fette Nüsse Fisch Pflanzenöl, helfen dagegen, das HDL, das gute Cholesterin zu stärken und zu erhöhen. Margot lacht. Barbara, ich habe also zu viel von der falschen Wurst gegessen. Genau. Genau Du brauchst mehr Fisch mehr Nüsse anstatt Wurst. Margot, Qualität statt Masse. Margots neue Wurstphilosophie.

00:05:14: Ich schaue und sage, also Margot, die Wurst ist überhaupt keine Sünde. Aber sie darf auch nicht zur Religion werden. Sie lacht und meint, Barbara, ich kann ja nicht jeden Tag Salat essen. Da gehe ich ein wie eine Pflanze ohne Dünger. Ich grinse und sage, das will ja überhaupt keiner, Margot. Aber statt jeden Tag Wurst aus der Theke, wie wäre es mit einem Kompromiss Qualität statt Masse Liebe gutes Fleisch vom Biobauer nebenan.

00:05:52: Einmal richtig genießen statt siebenmal Wurst mit Zusatzstoffen mit Fett mit Pökelsalz. Margot nickt leicht beschämt Barbara, ich habe halt ein Wurstherz. Ich sag, dann füttern wir es künftig mit Liebe und mit weniger Leberwurst Gutes Fleisch vom Biobauern enthält oft mehr Omega-3-Fettsäuren, weil die Tiere sich einfach bewegen, Gras fressen und keine Schnellmast sehen.

00:06:23: Das ist gesünder fürs Herz und schmeckt auch einfach viel besser und ehrlicher. Und dein Körper, Margot, der merkt ganz genau, wenn Qualität auf deinem Teller liegt. Barbara, ich glaube, mein Wurstherz wird jetzt zum Gourmet. Ja, Fett kann auch gesund sein. Weißt du, Margot, es gibt Fette. Die sind echte Herzfreunde Sie schaut mich skeptisch an.

00:06:53: Barbara, du willst mir doch jetzt keinen Tofu andrehen. Jetzt muss ich doch mal lachen. Nein, keine Sorge Ich rede von Fisch, richtigem Fisch. Nicht die panierten Stäbchen aus der Tiefkühltruhe, sondern echtem Seefisch, wie dem Lachs die Makrele oder den Hering. Dann erkläre ich ihr, Diese Fische enthalten sogenannte Omega-3-Fettsäuren.

00:07:20: Die helfen dem Körper, Entzündungen zu hemmen, die Blutfettwerte zu verbessern und das Herz zu schützen. Man kann einfach sagen, sie sind so etwas wie Gegenspieler zur fetten Wurst. Margot grinst. Also du meinst, Lachs ist die gesunde Leone aus dem Meer. Ganz genau. Nur, dass der Lachs kein Schwein ist und das Fett das er hat, macht deine Gefäße ganz geschmeidig und verstopft sie nicht.

00:07:56: Ich erkläre es ihr nochmal. Margot, zweimal pro Woche Seefisch, das wäre optimal Am besten gebraten gedünstet oder was super wäre, Margot, gegrillt Und Margot kein Frittieröl, kein Sahnesößchen. Ganz einfach, lecker und herzfreundlich. Jetzt schaut mich Margot an und meint, Barbara, wenn du das so sagst vielleicht mache ich bald Fischtheke anstatt Wursttheke.

00:08:31: Ich gebe ihr noch ein paar einfache Tipps Gesunde Fette bevorzugen. Leinöl, Rapsöl, ein Olivenöl, Walnüsse, Avocado und vor allen Dingen auch mehr Ballaststoffe. Viele Vollkornprodukte, Gemüse, auch die super Haferflocken die binden Cholesterin im Darm. Und was wir nicht vergessen dürfen, Margot, 30 Minuten am Tag spazieren gehen, das reicht schon.

00:09:02: Und Margot, hör endlich auf zu rauchen. Das Rauchen macht das HDL kaputt. Den Alkohol solltest du reduzieren, besonders bei deinen hohen Triglyceriden. Margot, das Fett ist kein Schicksal, es ist formbar. Wenn die Werte trotz Ernährung und Bewegung nicht besser werden, muss man manchmal mit Statinen oder Fibraten unterstützen Ich denke aber, Margot, die Tabletten sind keine Strafarbeit, sie sind dein Airbag.

00:09:37: Aber du bekommst eine Chance. Wir kontrollieren nach acht Wochen nochmal deine Fettwerte. Dann schauen wir, vielleicht kannst du es mit Ernährungsumstelle und Bewegung schaffen. Du bist doch die Fachfrau, Margot. Du kennst dich doch aus in deiner Wursttheke. Ich hoffe, euch hat die Wurstreise gefallen mit Margot.

00:10:02: Und denkt dran, ein bisschen Fett gehört zum Leben, aber zu viel davon schadet Herz und den Gefäßen. Aber wie Margot sagt, ich gebe dem Leben die richtige Würze aber weniger Wurst und mehr Fisch der im Meer schwimmt Für heute sage ich euch Tschüss. Bleibt gesund, herzstark, fröhlich. Eure Barbara Müller Eine Bitte habe ich noch an euch.

00:10:34: Wenn ihr mich unterstützen wollt, bewertet den Podcast und empfehlt ihn weiter. Alles Liebe, Barbara

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